Längengrad – 30 Millionen Euro für die Lösung eines navigatorischen Problems

Spread the love

längengradDava Sobels Längengrad erzählt, wie der Wissenschaftler und Uhrmacher William Harrison im 18. Jahrhundert eines der kompliziertesten Probleme der Geschichte löste: auf See die Ost-West-Position bestimmen zu können.

Die Bestimmung des Breitengrades war zur damaligen Zeit bereits bekannt. Konnte die Breite anhand der Position der Sonne ermittelt werden, so musste jeder Kapitän passen wenn es um die Bestimmung des Längengrades ging. Somit war bis zum 18. Jahrhundert die Navigation auf den Weltmeeren weitgehend dem Zufall überlassen.

Im Jahre 1714 setzte das englische Parlament eine Belohnung von 20.000 Pfund (ca. 10 Pfund verdiente damals ein Arbeiter pro Jahr) für die Lösung des Längengradproblems aus.

Sobel erzählt vom Leben und Werk des allgemein unbekannten schottischen Uhrmachers John Harrison, dem es gelang mit Hilfe seiner Uhren das damalige Problem des Längengrades zu lösen und damit der Seefahrt zu einer genaueren Navigation zu verhelfen.

Dava Sobel: „Längengrad“

  • „Längengrad“; Bvt Berliner Taschenbuch Verlag; 240 Seiten; 7,90 EUR
  • “Längengrad: Die illustrierte Ausgabe”; Berlin Verlag (2000); 223 Seite; 22,00 EUR
  • DVD: “Der Längengrad – Longitude”; Historienfilm/ Drama; Großbritannien/USA 2000; Laufzeit: 198 Min.; Mit: Jonathan Coy, Christopher Hodsol, Jeremy Irons; Regie: Charles Sturridge; Sparche: deutsch (2008), Als DVD-Zweiteiler erhältlich. > Trailer…

Fazit: Lässig im Ton, doch niemals den Ernst des Themas aus den Augen verlierend. Informativ, doch niemals den Leser mit überbordendem Fachwissen erschlagend. Kurzum ein Buch, das in keiner privaten Bibliothek fehlen sollte.
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Rezension von Inkultura Online, Klaus Schlösser

Vorgestellt in Newsletter Nummer 21 im Februar 2010


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert