Hemelingen bekommt Sail-In

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In Bremen Hemelingen soll ein schwimmendes Restaurant mit Unterwasser-Lounge entstehen. Das Lokal soll von Land, aber auch vom Boot mit direkter Anlegemöglichkeit aus erreichbar sein. Während über Wasser eher leichte, mediterrane Speisen serviert werden sollen, wird unter Wasser ein edles À-la-carte-Restaurant entstehen.

Auf der vergangenen Beiratssitzung in Bremen Hemelingen wurden erstmalig die Pläne einer saudischen Investorin präsentiert, die vorhat, in Bremen Hemelingen ein Über- und Unter-Wasser-Restaurant mit Anleger entstehen zu lassen. Diese Nachricht sorgte augenblicklich für viel Tumult und kontroverse Diskussionen und verdrängte alle anderen Tagesordnungspunkte von der Agenda.

“Zunächst hatte ich die Idee, ein schwimmendes Restaurant mit Anleger nach Hemelingen zu bringen”, erzählt die Investorin, die derzeit nicht persönlich genannt werden möchte. Sowohl vorbeifahrende als auch ortsansässige Wassersportler sollten die Möglichkeit haben, auf einen Kaffee oder ein leichtes Gericht einzukehren, gesteht sie und ergänzt: “mir tun vor allem die Wasserskifahrer leid, die keine Verschnauf-Möglichkeiten haben”. Nach dem letzten Malediven-Urlaub entschloss sie sich dann, diese Idee durch die Unterwasser-Lounge zu erweitern.

Das Restaurant besteht aus einer vormontierten, runden, schwimmenden Insel mit einer Wendeltreppe in die Unterwasser-Lounge. Es soll innerhalb kürzester Zeit aufgebaut werden können. Bei Bedarf und großer Auslastung können weitere, baugleiche Module installiert und miteinander gekoppelt werden.

In Hemelingen wurden diese Pläne kontrovers diskutiert. Die Befürworter:innen sehen eine Chance für den Stadtteil und eine Attraktion für den Wassersportstandort Bremen. Das Lager der Kritiker:innen sieht als Problem den Eingriff in ein sensibles Ökosystem. Auch Fachleute aus der Wassersportbranche sind sich zu diesem Thema nicht einig.

“Ich persönlich halte die Idee für reizvoll und würde mich freuen, bei Sonnenuntergang im Sail-In meine Sportbootführerschein-Kurse geben zu können”, verrät der Betreiber einer in Bremen ansässigen Sportbootschule, “aber die Unterwasser-Lounge verstehe ich nicht: Die Weser ist schließlich nicht die Malediven!”

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